SPD (Ortsverein Kulmain)

Der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands sind wir beide im Januar 1986 beigetreten. Eigentlich hatten wir dies schon über 10 Jahre vor, denn das Programm der Partei und die Führenden (Willy Brandt, Hans Jochen Vogel, u.a.) sagten uns sehr zu. Wir stimmten auch bei allen Wahlen für die SPD. Den endgültigen Schub gab uns dann aber der damalige OV-Vorstand und jetzige Bürgermeister Hans-Gerd Reindl.

Mit den Ausschlag gab auch die politische Lage in Kulmain. Die CSU hatte schon lange die absolute Mehrheit, "regierte" gegen 2 bis 3 SPDler und 1 bis 2 FDPler bzw Freie Wähler. Sie dachten, sie könnten machen, was sie wollen und taten dies auch (ohne Rücksicht auf Andersdenkende); Parallelen zur Stoiber-CSU in München sind eklatant.

Und die Wachablösung gelang uns! 1990 wurde Hans-Gerd Reindl als Bürgermeister gewählt, Sybille zog mit drei weiteren Genossen in den Gemeinderat ein. Durch eine Koalition mit den Freien Wählern kamen wir auf eine Mehrheit von 8 Sitzen gegenüber 6 der CSU und stellten den Bürgermeister. Das war ein Erdrutsch für Kulmain! Und auch was völlig neues: Sybille war die erste Frau im Gemeinderat, die erste "Protestantin" und der erste "Franke"!

Seitdem sind wir aktiv für die Partei tätig. Sybille ist seit 1990 durchgehend im Gemeinderat vertreten (inzwischen als Fraktionssprecherin), seit einigen Jahren auch stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe. Sie ist seit 1996 auch Kreisrätin für die SPD in Tirschenreuth und jetzt auch ASF-Unterbezirksvorsitzende. Ich bin seit 15 Jahren Schriftführer im Ortsverein.

Da wir uns beide auch stark beim Bund Naturschutz engagieren, denken viele, wir wären "Grüne". Wir habe mit dieser Partei aber nichts gemeinsam (außer dem Umweltschutz). Die Grünen haben sich leider auch zu einer Art "Öko-FDP" entwickelt. Sie sind aber von allen politischen Gruppierungen noch der am meisten geeignete Koalitionspartner.

Natürlich sind wir über die  momentane Regierungspolitik nicht erfreut, werden aber trotzdem in der Partei bleiben, denn nur so kann man etwas ändern. Meiner Meinung nach biedert sich Gerhard Schröder zu sehr bei der Großindustrie an und hat mit seiner Politik zu wenig Profil-Differenzen zur CDU. Ich bin  immer noch ein Anhänger der Politik von Oskar LaFontaine (auch wenn er mit seinem Abgang den verkehrten Weg gewählt hat), denn "mein Herz schlägt links".

Aber auch die Heucheleien und Mauscheleien der Landes-CSU haben uns förmlich zur SPD "getrieben". In keinem anderen Bundesland wäre es möglich, dass ein rechtskräftig Verurteilter wieder Minister wird. Nicht so in Bayern. Herr Wiesheu hat mit 1,9 im Blute auf der Autobahn einen 67 jährigen polnischen Rentner totgefahren . Verurteilt wurde er zu einem Jahr Haft auf Bewährung und 20.000 Mark Geldstrafe, somit ist er auch vorbestraft. Richtig makaber ist aber, dass dieser Mensch auch noch Staatsminister für Verkehr ist!

Wenn Sie sich näher über die Arbeit des SPD-OV Kulmain informieren möchten, führt sie dieser Link  auf die Homepage des Ortsvereins.

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